Struktur und Inhalt der Yogalehrerausbildung

Die berufsbegleitende Ausbildung findet in etwa 20 deutschen Städten statt und schließt mit einer international anerkannten Prüfung (3 HO Deutschland e.V., Kundalini Research Institute KRI) ab. Die Zulassung zur Prüfung setzt ein Jahr eigene Yogapraxis und Hospitationen bei anderen Yogalehrern voraus. Die Ausbildung Stufe 1 umfasst 280 Unterrichtseinheiten an 14 Wochenenden von November 2013 bis Januar 2015 und schließt ein begleitendes Beratungsgespräch bei einem der Ausbilder mit ein.

 

Die Inhalte der Grundkurse [GK]

1. Praxis und Unterricht
Basiswissen über Kundalini Yoga (Grundhaltungen und ihre Wirkungen,Voraussetzungen und Gefahren beim Üben, Atem-Physiologie, Kunst des richtigen Atmens, Entspannungstechniken, Struktur des Unterrichts, Ethik des Lehrens…). Man lernt Zusammenhänge und Hintergründe kennen und sie an andere weiterzugeben und zu erklären.


2. Wirkweise und Therapie
Das westliche Modell des einen physischen Körpers des Menschen (Organe und ihre Funktionen, Kreislauf- und Lymphsystem, Nervensystem, Drüsen, Atmung, Muskulatur und Gelenke) und das östlichen Energiemodell der Chakren werden analysiert und Begriffe wie Chakren, Nadis, Prana, Körperschleusen erklärt. Die Verbindung zwischen Muskeln und Lebensenergie wird anhand der angewandten Kinesiologie behandelt, einer Methode, mit der man durch Muskeltests den Zustand der Meridiane beurteilen kann. Schließlich wird Yogatherapie besprochen und geübt: spezielle Übungen, Ernährung und Klärung geistiger Ursachen für Störungen und Krankheiten.


3. Yogapsychologie und Humanologie
Das yogische Energiemodell der zehn einander durchdringenden Körper (Aura, Subtilkörper, mentaler Körper, etc.) wird erarbeitet, Zyklen und Phasen von individuellen Veränderungsprozessen thematisiert und ihre Hintergründe beleuchtet. Yogisches Wissen und energetische Techniken werden vermittelt, die eine Bewusstmachung der eigenen Gewohnheiten, des eigenen Lebensstils und der eigenen Werte erlauben. Transformationsprozesse bei sich und anderen werden so verständlicher und eine bewusste und stabile Verbindung mit dem eigenen höchsten Bewusstsein und einem ganzheitlichen Leben ermöglicht (yogisches Wissen zu den Themen Frau-Sein und Mann-Sein, Partnerschaft und Sexualität, Geboren werden und Sterben sowie zu Umgang mit Gedanken und Gefühlen…).


4. Meditation und Philosophie
Theorie und Praxis des Meditierens und der Gebrauch von Meditationen bei bestimmten psychologischen oder psychosomatischen Problemen stehen im Vordergrund dieses Kurses: verschiedene Formen der Meditation, Konzentrationswörter (Mantren) und Konzentrationspunkte (Tratakam), Partnermeditationen (Venus-Kriyas), Atemmeditationen usw. Dazu werden Konzepte aus der Yogaphilosophie, der Geschichte des Yoga und dem spirituellen Weg vermittelt (Karma, Reinkarnation, Ego, spiritueller Lehrer…). Das Unterrichten (Kontext, Ethik usw.) auf einer praktischen Ebene und die persönlichen Entwicklungsperspektiven werden reflektiert.

 

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